Kinder


CD-Kratzkunst einfach und schnell

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Diese CDs hat meine 8jährige Kunstschülerin gemacht

Der Muttertag steht vor der Tür, da habe ich eine schöne Bastel-/Kunstidee für alle Altersklassen. Aus alten, evtl. sogar verkratzten CDs lassen sich kleine Kunstwerke machen, die man dann als (Fenster-)Bild, als Glasuntersetzer oder als Wanddeko nutzen kann.

Du brauchst lediglich:

  • alte CD oder DVD
  • Acrylfarbe (schwarz oder weiß geben schöne Kontraste, es sind aber alle Farben möglich)
  • Behälter zum Anrühren der Farbe
  • Spülmittel
  • Pinsel
  • Zahnstocher
  • Glas (optional)

Zunächst gibst Du einen Tropfen Spülmittel in einen Behälter. Gib eine kleine Menge (ca. 1 EL) Acrylfarbe dazu und vermische beides vorsichtig mit einem Pinsel. Nicht zu wild, sonst gibt es Luftbläschen.

Leg die CD/DVD mit der unbedruckten Seite nach oben auf ein Glas, dadurch kannst du sie leichter anmalen und sie klebt nicht auf der Unterlage fest. Male die Scheibe gleichmäßig an, bis alles bedeckt ist und die Oberfläche nicht mehr durchschimmert. Evtl. musst Du die Farbe trocknen lassen und noch ein zweites Mal auftragen. Tipp: leicht föhnen beschleunigt die Trocknung.

Wenn die Farbe völlig trocken ist, nimm die CD/DVD und kratze mit Hilfe des Zahnstochers ein Muster in die Farbe. Das sieht auch bei Kindern klasse aus, die nur „Krickelkrackel“ malen 😉

Nun kannst Du die Scheibe mit Klarlack schützen, sofern Du sie als Untersetzer nehmen möchtest. Oder Du klebst ein hübsches Band als Schlaufe ganz an den Rand der Rückseite und hängst die Scheibe auf. Klebe farblich passenden Filz unter das Kunstwerk, dann ist es als Wespenschutz für Drinks im Freien ideal – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Bei meinem Bild unten links habe ich mit starkem Klebefilm die CD-Beschichtung abgelöst, so dass die CD komplett transparent wurde.

Kinderleichte CD-Kratzkunst, nicht nur zum Muttertag eine schöne Bastel-/Kunstaktion für Kinder jeden Alters


Schmarotzer?

savesyriaschildrenDieses Mädchen sieht aus wie eine meiner Schülerinnen. Allein schon deswegen geht mir dieses Video (siehe unten) sehr nahe. Ich glaube, kein Mensch kann sich wirklich vorstellen, was die Flüchtlinge – vor allem die Kinder – derzeit durchmachen. Von wegen „Schmarotzer“; wer flüchtet, hat NICHTS mehr. Die Heimat, die diese Menschen hatten, existiert nicht mehr. Zerbombt, zerstört, geplündert. Mitnehmen können sie lediglich, was in einen Rucksack passt. So etwas wie einen Alltag gibt es nicht mehr, Freunde und Familie sind außer Reichweite oder sogar schon tot. Alles, was bleibt, ist die Hoffnung auf eine Zukunft in einem fremden Land, ein kompletter Neuanfang. Mit neuer Sprache, neuer Kultur, neuen Menschen. Alles fremd und beängstigend.
Dazu gehört jede Menge Verzweiflung. Klingt furchtbar, findest du nicht? Wie furchtbar muss es dann für diese Menschen sein, hier in Deutschland auf Hass zu treffen. Nirgends willkommen zu sein, brennende Flüchtlingsheime zu sehen. Diese Menschen haben uns nichts getan, wollen auch nichts außer LEBEN.

Diese Menschen haben uns nichts getan, wollen auch nichts außer LEBEN.

Bin ich froh, dass ich in einem Ort lebe, wo die Flüchtlinge aufgenommen und durch einen „Freundeskreis Flüchtlinge“ unterstützt werden. Einer der Flüchtlinge kam kurz nach seiner Ankunft in Deutschland bei uns in den Chor. Obwohl er kaum ein Wort Deutsch sprach, denn er liebt Musik und sang einfach so gut mit, wie er konnte. Wundervoll! Und er sang uns ein Lied aus seiner zerbombten Heimat vor, ein Lied über die Schönheit seines Landes. Wir hatten alle Tränen in den Augen, denn dieses Land wird er, sollte er eines Tages zurückkehren können, nur noch aus Ruinen bestehen.
Neulich sah ich am Bahnhof einen Flüchtling, wie er einem älteren Mitbürger mit Engelsgeduld half, seinen Rollator in einen Bus zu heben. Andere Passagiere wären nicht einmal auf die Idee gekommen, ihre Hilfe anzubieten.
Schmarotzer sehen anders aus, nicht wahr?


Regenmacher selbst gemacht 6

Regenmacher - kinderleicht, günstig, klasse für Kindergruppen!Auf der Suche nach Bastelideen für Kindergruppen? Im Herbst mache ich mit meinen Kindergruppen gerne Regenmacher, wenn es draußen trüb und nass ist. Den Knirpsen sage ich dann immer, dass wir nun den Regen selber machen, also denken die Wolken vielleicht „Hey, es regnet schon da unten, dann können wir ja aufhören“ 😉
Im Frühling geht es genauso gut, dann sage ich, dass die Natur jetzt viel Regen braucht, damit alles gut wächst. Und dann kann diese Aktion wunderbar draußen im Sonnenschein stattfinden.

Diese Anleitung ist nicht nur einfach, sondern auch kostengünstig für größere Gruppen. Pro Kind kostet das Material ca. 1 Euro. Was du dafür brauchst, gibt es im BaumarktBaumärkte sind genial! Dort kann ich stundenlang stöbern und kriege jede Menge Ideen, wie ich Material zweckentfremden kann!. Und so geht’s:

Materialliste:

  • Isolierschaumröhren (möglichst großer Innendurchmesser)
  • Cutter
  • Drahtstifte (ca. 25-35mmm) im Großpack
  • Schere
  • Reis oder kleine Steinchen
  • Gipsbinden (alternativ großes, festes Papier)
  • Pinsel (alternativ Filzstifte)
  • Abtönfarbe

Bereite einen Regenmacher vor, damit die Kinder ein Anschauungsobjekt haben.

Ich schneide immer ca. 10cm von jeder Röhre ab und halbiere den Rest. Daraus ergeben sich dann zwei Regenmacher.

Nun werden die Drahtstifte in Abständen von 1-2cm rundherum in den Isolierschaum gesteckt. Dabei kann man am einfachsten spiralförmig um die Röhre herumarbeiten. Für Kinder hilft die Vorgabe, mindestens einen daumenbreiten Abstand von Nagel zu Nagel einzuhalten.

Aus den 10cm-Stücken schneide ich die Stöpsel aus. Sie müssen so dick sein wie der Innendurchmesser der Röhren – mit Drahtstiften wird erstmal ein Stöpsel fixiert. Dann drehst du den Regenmacher um und kippst Reis oder kleine Steinchen in die Röhre (als Messbecher eignen sich kleine Filmdöschen prima, falls du sowas noch hast).

Nun kannst du auch diese Seite der Röhre verschließen.

Für kleinere Kinder: Verteile festes DinA3-Papier und lasse es von den Kindern anmalen. Die fertigen Kunstwerke wickelst du dann um die Regenmacher und steckst sie mit den Drahtstiften fest. Fertig – ganz ohne Sauerei.

Ältere Kinder können Gipsbinden zuschneiden, wässern und rundherum am Regenmacher anbringen. Nach dem Trocknen wird mit Abtönfarben fleißig gepinselt.
Schneidet die Gipsbinden der Länge nach zu, das macht’s einfacher 🙂

Dann nur noch bunt anmalen – fertig:

Die Variante mit Gipsbinden und flüssiger Farbe ist eher sommertauglich. Wer will schon Tische und Fußboden schrubben müssen…? Hier ein paar Eindrücke vom Sommer mit einer meiner Kindergruppen. Anschließend sind ein paar Väter mit dem Gartenschlauch angerückt.



Diese Anleitung stammt aus dem Jahr 2011, hier habe ich sie neu aufgelegt.


Kunstprojekt: Namensmonster

 
[trx_infobox style=“info“ closeable=“yes“]logokleinNicht wundern, dies ist ein Crossposting meiner beruflichen Webseite kreamusika.de – ich poste es auch hier, weil ich es zusätzlich auf Englisch veröffentlichen möchte.[/trx_infobox]

tanja1Namen sind nichts als Schall und Rauch? Von wegen! In unseren Namen steckt mehr, als du vielleicht denkst. So wird aus einem einfachen Vornamen …

… ein einzigartiges Monster!

tanja2a

Der Trick ist simpel. In Schreibschrift und möglichst groß wird der Vorname auf ein zuvor mittig gefaltetes Blatt Papier geschrieben. Dabei ist die Falzlinie unsere Schreiblinie.

Nun falten wir an dem Knick das Blatt nach hinten und pausen auf der unbeschrifteten Seite mit dem gleichen Stift den Namen möglichst genau durch. Ein Fenster dient dabei als Leuchtkasten.

schritt1-4Nach dem Aufklappen sieht unser Name schon sehr interessant aus!

schritt5tanja2Sollte dein Name auch Unterlängen haben, so wie oben im Beispiel „Tanja“ das j, dann musst du beim Durchpausen das Papier noch einmal umdrehen und den Buchstaben auf der Vorderseite ergänzen. So wie hier: →

Jetzt überlegen wir, wo oben und unten sein soll. Wird unser Monster Flossen, Beine, Flügel oder sonstige Extremitäten haben? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Die Formen der Buchstaben geben uns einen Rahmen vor. Was wir dort hineinzeichnen oder ergänzen, bleibt uns selbst überlassen. Gestalten wir das Monster symmetrisch? Ist es freundlich oder gruselig? Oder sitzen sogar mehrere Kreaturen übereinander?

Dieses süße Monster hat Malin (8) gezeichnet:

MalinUnd hier sind noch zwei Beispiele – je nachdem, wieviel Zeit man investiert, werden die Monster natürlich unterschiedlich detailliert ;). Auch die Dicke der Schrift verändert den Charakter der Zeichnung:

Chris Lenni

Mein eigenes Namensmonster kam nicht ohne Katze aus, der Rest ist spontan dazu erfunden. Hier ein Vorher-Nachher-Effekt (wenn in deinem Browser JavaScript aktiviert ist, siehst du hier zwei überlagerte Bilder und kannst mit dem Schieberegler in der Mitte hin- und herschalten):

 

Namensmonster-Kunstprojekt via kreamusika.deIch bin ein großer Fan von Pinterest und nutze es u.a. zum Sammeln von Inspirationen für den Unterricht. Gerne darfst du diese Grafik als Pin benutzen oder meinen vorhandenen Pin teilen.


Wer macht mit? Pinspiration Challenge!

Meine Statistik bei Pinterest hat mich neulich fast umgehauen: Ich habe nahezu 1500 Pins auf 67 Pinwänden!

Holla, die Waldfee…

pinspirationchallengeNun steht ja mein Jahr 2015 unter dem Motto „Forward“, sprich vorwärts. Und da ich hauptsächlich kreative Pins habe, war die Idee beim Pinnen natürlich, die Dinge auszuprobieren. Daher setze ich mir jetzt zum Ziel: Wöchentlich einen Pin nachbasteln/-kochen/-backen – je nachdem , was ich mir rauspicke.

Eine „Pinspiration Challenge“, sozusagen.

 

schmelztitelHier kommt auch schon meine erste Pinspiration. Mein Söhnchen (3) liebt seine kleinen Spielzeuge, und er liebt Wasser! Eines Abends habe ich mir eine Tupperschüssel geschnappt und ca. zehn kleine Autos, Schlümpfe und Figürchen hineingelegt. Mit Wasser aufgefüllt und ab in den Gefrierschrank! Die Idee dazu hatte mir dieser Pin geliefert.
Am nächsten Tag, als unser Junior etwas unschlüssig in der Bude herum wanderte, stellte ich eine Auflaufform auf den Tisch und setzte den Knirps auf seinen Stuhl. Mit Verwunderung sah er, wie ich die Tupperschüssel aus der Gefriertruhe holte, kurz unter warmes Wasser hielt und einen bunten Klotz Eis in die Auflaufform kippte. Moment, bunt? „Mama, Traktor! Pinguin!“ – aufgeregt entdeckte mein Kleiner seine Spielzeuge. Wie könnten wir die denn aus dem Eis heraus bekommen? „Mama Föhn!“ – öhm, ja. Aber lieber nicht.

Nasensauger als PipetteEine kindgerechte Pipette besitze ich nicht, doch wollte ich den Kleinen auch nicht mit einer Einwegspritze hantieren lassen. Denn sonst wäre ich garantiert innerhalb von fünf Minuten durchnässt gewesen. Viel besser eignete sich ein „Nasensauger“ aus Gummi, mit dem man eigentlich bei kleinen Kindern den Nasenschleim absaugt. Klingt eklig, ist es auch 😉 Natürlich muss das Ding gut gewaschen und ausgekocht sein.
In eine Schüssel füllte ich warmes Wasser und demonstrierte meinem Kleinen, wie er mit dem Sauger das Wasser ansaugen und über dem Eisklotz ausleeren kann.
Es folgte eine gute Dreiviertelstunde Eis-Archäologie :).

Zwischendurch musste ich immer mal wieder das Tauwasser abgießen und das warme Wasser auffüllen, außerdem blieb der Tisch natürlich auch nicht trocken. Aber was für einen Spaß der kleine Kerl hatte! Und erstaunlich viel Geduld (normalerweise nicht seine Stärke)… „Mama, guck mal!“, hieß es immer dann, wenn ein weiteres Spielzeug frei geschmolzen war. Das erste „gerettete“ Auto durfte natürlich zugucken.

P2120565Ein eingefrorener Schlumpf sieht schon ziemlich makaber aus 😉

Bei den gefrorenen Spielzeugen war auch ein Spritztier dabei, das logischerweise in der Schüssel an die Oberfläche geschwommen wäre. Also habe ich das vor dem Einfrieren komplett mit Wasser gefüllt, was nach dem Freilegen ein zusätzlicher Gag war. Denn immer wieder musste das Tierchen dann „Pipi“, wenn wieder etwas Wasser im Inneren geschmolzen war.
Merkt man, dass unser Kind zur Zeit sehr interessiert an Ausscheidungen ist…?
P2120561Sowas wie ein Ekelgefühl hat sich bei ihm auch noch nicht entwickelt, sonst würde er nicht das Schmelzwasser aus dem Nasensauger trinken. Örks. Dreijährige sind eklig 😉

Diese Aktivität gibt es bei uns garantiert noch öfter, der Pin hat sich vollkommen gelohnt! Für unseren Zwerg ist dieses Eisschmelzen eine gute Übung in Geduld und Feinmotorik.

Mal schauen, was ich mir als nächstes vornehme.

Und Du? Machst Du bei meiner Challenge mit?