Art Journaling


Das ultimative Scrabble-Wort

Hippopotomonstrosesquipedaliophobie – die Angst vor langen Wörtern.
Na, wenn das mal nicht ironisch ist 😉


Zeit für Sauereien

Oder wie würdet Ihr „Get Messy“ übersetzen?

GM-ThursdaysSeit Juli bin ich bei einer klasse „Altered Journal“-Gruppe dabei, die neben vielen Anleitungen eine nette Gemeinschaft und spannende Themen bietet. Diese sind in „Seasons“ gegliedert, das würde man bei TV-Serien als „Staffeln“ übersetzen. Passender finde ich hier „Spielzeiten“, sind wir doch alle zusammen eine große Spielgruppe mit kreativem Spielzeug 🙂
Die vergangene Spielzeit hieß „Serenity“ (Gelassenheit), dazu hatte ich Euch schon diese Seite gezeigt.

Nun started das neue Thema: „Words“ (Worte). Die erste Aufgabe, ein altes Buch zum Art Journal umzumodeln, war für mich supereinfach, denn ich hatte mir sowieso ein altes Buch für die Get Messy-Seiten eingerichtet. Lediglich der Umschlag sah noch weiß und langweilig aus, den habe ich nun mit Aquarellfarben, Washi-Tape, alten Buchseiten, Stempeln und einem Spitzenband aufgepeppt:

Jetzt kann ich es kaum erwarten, dass Caylee die neuesten Prompts herausrückt 😀

Außerdem gibt es – mal mindestens für das Thema „Words“ – jede Woche donnerstags meine Seiten dazu zu sehen, denn ich mache bei den „Get Messy Thursdays“ mit.


„Art Journaling“ – hä? 2

Art Journaling, was ist das? Einen passenden deutschen Ausdruck dafür gibt es nicht, und die Übersetzung „Kunstvolle Tagebuchführung“ klingt nicht nur sperrig, sondern geht am Thema vorbei.
Ein Art Journal ist ein Buch, dessen Seiten man kreativ bearbeitet. Zu ganz eigenen Themen oder solchen, die als „Prompts“ (= Anregungen) im Netz zu finden sind. Eine Gruppe mit tollen wöchentlichen Prompts ist beispielsweise Journal52. Ich bin später eingestiegen und bearbeite die Prompts in der Reihenfolge, die mich anlacht. Hier z.B. zum Thema „Keys“, was übersetzt nicht nur Schlüssel, sondern auch Tasten oder Tonarten bedeuten kann:

Meine Journal52-Seiten befinden sich in einem blanco-Spiralalbum, das ich noch herumliegen hatte. Ganz anders gehe ich für die etwas komplexeren Prompts der „Get Messy“-Gruppe vor. Ein altes Buch, dessen Seiten ich mit Gesso (= weiße Acrylgrundierung) grundiere und darauf die Prompts gestalte. Das sieht dann etwas rustikaler aus, weil die Schrift z.T. durchscheint. Das nennt man dann auch „altered book“, also „verändertes Buch“. Ein aktuelles Beispiel:

Manchmal überlege ich, ob ich lieber auf Deutsch oder Englisch meine Seiten gestalte. Das mache ich jeweils so, wie ich möchte, denn beim Art Journaling gibt es kein „richtig“ oder „falsch“, sondern jeder kann sich frei austoben. Das gefällt mir auch so an den Gemeinschaften, die sich ums Art Journaling bilden: Wir teilen unsere Werke miteinander, geben uns Anregungen und lernen voneinander. Es gibt natürlich Kurse für bestimmte Techniken und Stile, doch im Grunde geht es rein um den Spaß am Kreieren und das Ausdrücken der eigenen Gedanken und Ideen.
Ich empfehle allen Neugierigen, die das Art Journaling ausprobieren möchten, einen Blick auf die diversen Bords bei Pinterest, z.B. unter der Suche nach „Art Journal Ideas“.